Probenfoto Maria Kalesnikava und Jochen Sandig ©Pasha Kritchko
Probenfoto Maria Kalesnikava ©Pasha Kritchko
Probenfoto Maria Kalesnikava ©Pasha Kritchko
#freemaria. Eine Performance von und mit Maria Kalesnikava am 9. April im Radialsystem
© LEIDIK 2020

#freemaria. Eine Performance von und mit Maria Kalesnikava am 9. April im Radialsystem

Wir freuen uns, Ihnen am 9. April 2026 im Radialsystem in Berlin einen ganz besonderen Abend anzukündigen: In »#freemaria« steht die Künstlerin und demokratische Oppositionspolitikerin aus Belarus Maria Kalesnikava erstmals seit ihrer Freilassung wieder auf einer Bühne.

#freemaria ist ein Performance- und Reflexionsprojekt von Maria Kalesnikava. Die Künstlerin und demokratische Oppositionspolitikerin aus Belarus, die nach ihrer Freilassung aus der langjährigen Haftstrafe im Dezember 2025 den ihr bereits 2022 zuerkannten Internationalen Karlspreis zu Aachen im März 2026 persönlich entgegennehmen konnte, entwickelt diese Arbeit im Radialsystem Berlin gemeinsam mit dem Regisseur Jochen Sandig auf Grundlage der Ereignisse in Belarus in 2020 und den darauffolgenden Jahren. In einem offenen Bühnenraum wird das Publikum eingeladen Maria Kalesnikava zuzuhören.


Im Zentrum stehen innere Freiheit, Würde und die Verantwortung für eigene Entscheidungen. Das Projekt erzählt von Standhaftigkeit, von der Liebe zu Familie und Land und von der Kraft des Geistes – einer Kraft, die selbst unter äußerem Druck frei bleiben kann. Die Performance verbindet die persönliche Erfahrung von Maria Kalesnikava mit philosophischer Reflexion. Musik und Kunst werden dabei zum inneren Raum der Seele – ein Ort für Gedanken, Hoffnung und Mut. Vielleicht rettet Kunst nicht die Welt, aber sie kann Menschen Kraft geben und Rettung bringen. Diese Erkenntnis möchte Maria Kalesnikava mit uns allen teilen.


Wahre Freiheit beginnt dort, wo es gelingt, das Böse im eigenen Inneren nicht wachsen zu lassen – keine Angst, keinen Hass und keine Aggression. Freiheit bedeutet, lieben zu können, zu wählen und das Leben zu bejahen, auch wenn äußere Umstände versuchen, diese Freiheit zu begrenzen. Denn weder Diktatoren noch Mauern und Zäune, weder Gefängnisse noch Ketten können den Geist der Freiheit aufhalten. Der Geist der Freiheit lebt im Menschen. Freiheit beginnt dort, wo wir uns entscheiden, Mensch zu bleiben.
Maria Kalesnikava
Wenn du zu hassen beginnst, haben sie dich bereits besiegt.
Konfuzius
9
Apr
#freemaria. Eine Performance von und mit Maria Kalesnikava am 9. April im Radialsystem
Donnerstag 9.4.2026, 20:00
Radialsystem, Berlin DE

#freemaria
Eine Performance von und mit Maria Kalesnikava
9. April 2026, 20 Uhr
Radialsystem, Berlin


Performance
Maria Kalesnikava

Idee / Konzept
Jochen Sandig

Bühne
Brad Hwang

Klangintervention
Diego Noguera

Ton
Carlo Grippa

Licht
Jörg Bittner
Lou Oelrich


Tickets erhältlich zum Preis von 24€ / ermäßigt 16€ über das Radialsystem, Berlin.


Es gibt keine festen Sitzplätze. Filmen und Fotografieren ist nicht gestattet. Bitte beachten Sie, dass der Abend zu internen Dokumentationszwecken filmisch aufgezeichnet wird.


Eine Produktion von Sasha Waltz & Guests. Made in Radialsystem.

Maria Kalesnikava ist eine belarussische Flötistin, Dirigentin und Kulturmanagerin, deren künstlerisches Wirken sich an der Schnittstelle von Musik, Kunst und gesellschaftlichem Diskurs entfaltet. Sie studierte in Minsk und Stuttgart und schloss ihr Studium mit zwei Masterabschlüssen in Alter Musik und Neuer Musik ab. Als Mitgründerin der InterAKT Initiative und künstlerischer Leiterin des Kulturhubs OK16 in Minsk entwickelte sie eine Reihe wegweisender internationaler Projekte in den Bereichen Kultur, Bildung und soziale Innovation. Dabei verbindet sie zeitgenössische Musik mit Fragen kultureller Identität, gesellschaftlicher Verantwortung und politischer Reflexion.


International bekannt wurde sie im Jahr 2020 als eine der prägenden Stimmen der belarussischen Zivilgesellschaft. Für ihr Engagement erhielt sie unter anderem den Internationalen Karlspreis. Nach mehrjähriger Inhaftierung setzt Maria Kalesnikava ihre künstlerische und gesellschaftliche Arbeit fort und gilt als herausragendes Beispiel für die Verbindung von künstlerischer Exzellenz und zivilem Mut.


Jochen Sandig ist Kulturunternehmer und Regisseur. Er war Mitgründer zahlreicher Berliner Kulturinstitutionen: Kunsthaus Tacheles (1990), Sasha Waltz & Guests (1993), Sophiensæle (1996) und Radialsystem (2006). Von 2000 bis 2004 war er Mitglied der Künstlerischen Leitung an der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin und von 2019 bis 2024 Intendant der Ludwigsburger Schlossfestspiele / Internationale Festspiele Baden-Württemberg. Mit dem »human requiem«, einer Inszenierung von »Ein Deutsches Requiem« von Johannes Brahms mit dem Rundfunkchor Berlin, feierte Jochen Sandig 2012 sein Regiedebut. Die Produktion gastierte weltweit und wurde mit dem »Classical Next Innovation Award 2016« ausgezeichnet. Jochen Sandig ist Mitgründer und Vizepräsident des World Human Forums in Delphi, Griechenland (2017). 2010 wurde er zum »Chevalier dans l'Ordre des Arts et des Lettres« ernannt und im Jahr 2022 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.