Zweiland, Sasha Waltz ©Sebastian Bolesch
Zweiland, Sasha Waltz ©Sebastian Bolesch
Zweiland, Sasha Waltz ©Sebastian Bolesch
Zweiland, Sasha Waltz ©Sebastian Bolesch
Zweiland, Sasha Waltz ©Sebastian Bolesch
Zweiland, Sasha Waltz ©Sebastian Bolesch
for the time being, Sasha Waltz & Guests ©Carlos Collado
for the time being, Sasha Waltz & Guests ©Carlos Collado
for the time being, Sasha Waltz & Guests ©Carlos Collado
for the time being, Sasha Waltz & Guests ©Carlos Collado
for the time being, Sasha Waltz & Guests ©Carlos Collado
for the time being, Sasha Waltz & Guests ©Carlos Collado
Erfolgreicher Saisonauftakt
©Sebastian Bolesch

Erfolgreicher Saisonauftakt

Sasha Waltz & Guests startet mit 10 ausverkauften Vorstellungen in 5 Tagen und 2 Stücken im Berliner Radialsystem in die neue Spielzeit

Vom 26. bis 30. August 2026 zeigte Sasha Waltz & Guests zum Spielzeitauftakt zehn ausverkaufte Vorstellungen vor rund 3000 Zuschauer:innen im Berliner Radialsystem. Seit Anfang 2025 ist es der Berliner Tanzcompagnie gelungen, die Anzahl der Berliner Vorstellungen erfolgreich zu erhöhen, und mit der vergangenen Spielserie setzt Sasha Waltz & Guests auch im Jahr 2026 diesen positiven Trend fort. Mit der Programmation von gleich zwei Stücken vereinte sich zudem das Frühwerk der Choreographin mit ihrer aktuellen Schaffensphase.

»Zweiland« (1997), ein bedeutendes, frühes Werk von Sasha Waltz, wurde nach über 10 Jahren wieder aufgenommen und an eine neue Tänzer:innengeneration weiter gegeben. Gleich zwei verschiedene Casts feierten am 27. und 28. August 2026 ihre Premiere mit dem Stück. »Zweiland« ist furioser Tanz und poetische Bilder: Vor einer symbolischen Mauer leuchten rhythmische, energiegeladene Bewegungssequenzen die pulsierenden Vibes einer Straße aus. Fast exakt 30 Jahre jung ist die temporeiche wie surreale Choreographie von Sasha Waltz zu »Bildern aus Deutschland« – und zu Grenzen und deren Überwindung. Ins Absurde gekippte Alltagssituationen treffen auf Charakterstudien und märchenhafte Bilder. Die spektakuläre, vieldeutige Produktion - vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen - erscheint in heutigen Zeiten aktueller denn je. Wer diesmal keine Tickets für »Zweiland« ergattern konnte: Die Produktion kehrt vom 10. bis 13. Dezember zurück ins Radialsystem, der VVK startet Mitte Oktober.
Parallel konnte das Publikum die neueste Arbeit von Sasha Waltz & Guests erleben. In »for the time being« schöpft das Ensemble aus der Quelle einer lebendigen Imagination, die sich in Tanz, Gesang und Sprache manifestiert. In einer ritualisierten Handlung, inspiriert u.a. durch die »Authentic Movement« Methode nach Mary Starks Whitehouse, tauchen die Performer:innen in andere Bewusstseinszustände ein, um die Wahrnehmung der Sinne zu öffnen, Erinnerungen wachzurufen und emotionale wie körperliche Impulse in ihrer fragilen Intimität und Komplexität wahrhaftig zu verfolgen. Grundlage für die Praxis bilden Methoden des »Deep Listening« (Pauline Oliveros) sowie ein radikales Annehmen sämtlicher Aktionen und Reaktionen im Kollektiv ohne Werturteil. In einer stetigen, gegenseitigen, inneren und äußeren Beobachtung sowie der sich permanent verändernden situativen Energie des Raumes entsteht ein Kaleidoskop der Gegenwart und eine intensive Begegnung im Hier und Jetzt. Das Publikum kommt dem Kreationsprozess ganz nah, wird Zeuge und zugleich Teil dieser aktiven Praxis und eines aus dem Augenblick geborenen Werdens und Wandels.